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Erich v. Stroheim. A life discovered
Ausstellung im Rheinisches Landesmuseum Bonn: 20.11.2005 bis 12.02.2006

Programm Kurzbiografie (engl.) Forum

Erich v. Stroheim. A life discovered.

Eine Ausstellung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit dem Rheinischen LandesMuseum Bonn und der Bonner Kinemathek.

Termine:

22. September 2005
120. Geburtstag Erich von Stroheim

18. November '05 Pressekonferenz zur Ausstellung (11:00 Uhr)

20. November 05 bis 12.02.06 Ausstellung Erich von Stroheim

Programm

Kurzbiografie (engl.)

Forum zur Ausstellung - Ihre Meinung online

externer Verweis folgtAnreiseinfos

Pressemitteilung (PDF)

Logo LVR

Logo Acadamy of Motion Picture Art and Sciences

Logo Bonner Kinemathek

The man they loved to hate. Kennen Sie Erich von Stroheim?

Was halten Sie von einem Regisseur, der auf bestickte Unterwäsche für Statisten besteht, obwohl sie im Film gar nicht zu sehen sein wird? Was denken Sie über einen Mann, der sich ein 'von' in den Namen dichtet, nur um in Hollywood behaupten zu können, er entstamme preußischem Adel? Ein exzentrischer Hochstapler? Einem solchen widmet im Herbst das Rheinische LandesMuseum Bonn/Landschaftsverband Rheinland mit der Bonner Kinemathek und der 'Academy Of Motion Picture Arts And Sciences', Los Angeles, eine Ausstellung. Erstmals wird damit einer in Europa zu Unrecht vergessenen Stummfilmlegende gedacht.

Gezeigt wird ein Mann aus einfachsten Verhältnissen, der lange vor Madonna, Michael Jackson oder Karl Lagerfeld die Selbstinszenierung perfektionierte. Sich selbst pries Erich von Stroheim (1885 ­ 1957) stets als 'Autor, Schauspieler, Akrobat und Militärexperte' an. Durch Ehrgeiz und Beharrlichkeit brachte er es in Hollywood zum gefeierten Regisseur.

Mit Extravaganz und preußischer Strenge erarbeitete sich der gebürtige Wiener schnell den zweifelhaften Titel 'The man you love to hate'. Werke wie GREED brachten es auf sieben Stunden, bevor sie radikal auf 100 Minuten gestutzt wurden. Bei Filmen wie FOOLISH WIVES wagte das Studio die Flucht nach vorne und warb laufend mit dem neusten Kostenstand. So waren Von Stroheims Filme nie Kassenschlager, obwohl er stets Publikumserfolge produzierte. Nach wenigen Jahren hatte er sich mit vielen Darstellern und den großen Hollywood-Studios ­ von Universal bis MGM ­ überworfen. Um die verbrannte Erde hinter sich zu lassen reimmigrierte er in den 30er Jahren nach Europa. In Paris verdiente er sein Geld wieder als Schauspieler. Die zweite Karriere brachte ihm die Mitgliedschaft in der Ehrenlegion ein. Auch Hollywood würdigte später die darstellerischen Leistungen mit einer Oscar-Nominierung (Nebenrolle in ,,Sunset Boulevard") und einem Stern auf dem Walk Of Fame.

Vom 20. November 2005 bis 12.02.2006 werden im Rheinischen Landesmuseum Bonn bislang unveröffentlichte, z.T. private Fotografien, handgeschriebene Dokumente und Briefe gezeigt.

Von Stroheim steht in Zeiten millionenschwerer Stargagen für eine längst vergangene Ära des Films, deren größter Kostenfaktor noch nicht der Mensch und das Marketing, sondern das Material war ­ verdeutlicht durch Requisiten, Kostüme, Beamerprojektionen, Blow-Ups aus Filmszenen und Filmausschnitte. Begleitend wird eine Auswahl der Stroheim-Klassiker im Kinosaal des Rheinischen LandesMuseums vorgeführt. Die Bonner Kinemathek wird eigens restauriertes Originalmaterial erstmalig wieder der Öffentlichkeit präsentieren und so die Epoche in der die Bilder laufen lernten aufleben lassen. Als der Tonfilm die Karrieren vieler Stummfilmregisseure ruinierte, rettete sich Von Stroheim durch den Bruch mit Hollywood und einem Neuanfang als Schauspieler in Paris.

In der Bonner Ausstellung wird der Lebensweg von Wien über Amerika bis nach Frankreich beleuchtet.

Zum Ausstellungsprogramm

Weitere Informationen zur Ausstellung werden laufend hier ergänzt. [Adresse zum Direktaufruf: www.film-ist-kultur.de/stroheim/]

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