Der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum München, der Universität Bonn, der Bonner Kinemathek, dem LVR-LandesMuseum Bonn und dem Filmpodium Zürich im Rahmen des "Bonner Sommers"
Der Eintritt ist frei!
Für 1500 Zuschauer stehen Stühle bereit, es gibt auch noch Stehplätze, doch irgendwann müssen leider aus Sicherheitsgründen die Tore geschlossen werden.
Natürlich! Unter den Arkaden stehen überdachte Plätze bereit, für "draußen" empfehlen wir Schirme, Capes können vor Ort erworben werden. Dies ist ein Freiluftkino, gerade Wind und Wetter geben die besondere Kulisse ab....
Stummfilm wurden selten stumm vorgeführt. Seit Beginn der Bewegt-Bilder-Zeit wurde live dazu agiert. Das konnte vom Erzähler über Geräusche oder Klavierbegleitung bis hin zum großen Orchester alles sein. Später kamen auch mechanische Tonwiedergabegeräte als Möglichkeit hinzu. Auch bei uns ist durch international renommierte Stummfilmmusiker für exzellente Musikbegleitung gesorgt.
Stummfilme waren durchaus auch farbig. Zwar setzte sich der Farbfilm erst zur Tonfilmzeit durch, aber die schwarzweiß gedrehten Stummfilme wurden oft durch verschiedene Tönungsverfahren und Handkolorierungen eingefärbt. Da die Negative nur schwarzweiß waren und bei Restaurierungen aus Kostengründen die Einfärbungen oft nicht berücksichtigt wurden, sind heute die meisten Stummfilme nur noch in Schwarzweißkopien erhalten. Bei neuen Restaurierungen sind oft auch die originalen Farben wiederhergestellt worden.
Nur zu wenigen Stummfilmen haben sich Originalpartituren erhalten, die durchaus die Grundlage für die Begleitmusiken sein können, die die Filmmusiker erarbeiten. In aller Regel handelt es sich bei den Begleitmusiken, die im Bonner Sommerkino aufgeführt werden, jedoch um neue Kompositionen, Kompilationen oder Improvisationen der Musiker. Diese machen die Aufführungen im Stummfilmfestival zu einzigartigen Erlebnissen, die im Zusammenklang von Örtlichkeit, Publikum, Atmosphäre und Film nicht wiederholbar sind.
Anders als andere Stummfilmveranstaltungen in Deutschland und darüber hinaus zeichnet sich das Bonner Stummfilmfestival durch seine konsequente Programmauswahl und seine besondere Atmosphäre aus. Es werden nicht nur die bekannten Klassiker des Stummfilms gezeigt, sondern jedes Jahr werden auch weitgehend unbekannte Filme aus aller Welt aufgespürt, die es zu entdecken gilt.
Alle Filme laufen ausschließlich in der jeweils besterhaltensten und vollständigsten 35mm-Filmkopie, oft in nagelneuer Restaurierung durch ein internationales Filmarchiv. Für die Begleitmusiken werden die besten Stummfilmmusiker der Welt eingeladen, die in der stimmungsvollen Atmosphäre des Arkadenhofs der Bonner Universität immer wieder zur Höchstform auflaufen.
Der kostenfreie Eintritt ermöglicht es, dass nicht nur Stummfilmexperten zusammenkommen, sondern dass sich das Publikum aus allen gesellschaftlichen Kreisen zusammensetzt. Eine vergleichbare Veranstaltung gibt es in und außerhalb Deutschlands nicht, auch wenn das Vorführen von Stummfilmen in Konzertsälen, Kinos und auch Open-Air-Veranstaltungen in den letzten Jahren durchaus an Beliebtheit zugenommen hat.
Bei einer Größe von etwa 100 Quadratmeter können Sie sicher sein, auch in der letzten Reihe noch eine gute Sicht zu haben!
Ab 20 Uhr ist Einlass. Die besten Plätze sind schnell belegt! Vor Ort kann auch noch ein kühles Bier oder ein guter Wein genossen werden, beides können Sie vor Ort erwerben. Wir sind auf die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf angewiesen, daher bitten wir auch davon abzusehen, Getränke selbst mitzubringen.
Jeden Abend gibt es eine Vorführung im Arkadenhof, jeweils um 21 Uhr (Einbruch der Dunkelheit) Am Freitag/Samstag gibt es auch eine Vorstellung um 22.30 Uhr. Sonntags gibt es zusätzlich im LVR-LandesMuseum Bonn zwei Vorträge.
Das Kulturamt der Bundesstadt Bonn, die Filmstiftung NRW, das BKM - Filmförderung des Bundes, die Universität Bonn, das LVR-LandesMuseum Bonn, der Getränkeservice Vendel, Toyota - und natürlich nicht zuletzt Sie mit Ihren Spenden, sei es in Form von Getränkekäufen oder auf direktem Wege in die großen, nicht zu übersehenden Spendenboxen!
Foto: Gilles Soubeyrand