Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit Bonner Kinemathek e.V. (Betreiber des Kinos in der Brotfabrik) (Sitz beider Vereine in der Brotfabrik Bonn-Beuel, weitgehende personelle Überschneidung). Weitere Kooperationspartner: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Filmmuseum München, LVR-LandesMuseum Bonn
Ca. 22.000 Zuschauer/innen 2009, breite Öffentlichkeit und Experten
Einziges überregional bedeutendes Bonner Filmfestival (Einzugsgebiet: Region Bonn/Köln, Aachen, Düsseldorf, Koblenz, Fachpublikum aus ganz Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlanden usw.) eines der wenigen internationalen Festivals der Region, europaweit, wenn nicht weltweit einziges Stummfilmfestival dieser Größenordnung für eine breite Öffentlichkeit, ältestes Open-Air-Festival der Region
Gleichberechtigte Präsentation bekannter und unbekannterer Stummfilme in den besten verfügbaren Filmkopien unter optimalen Vorführbedingungen, live begleitet durch renommierte internationale Stummfilmmusiker
Nichtkommerzielle Veranstaltung (freier Eintritt, moderate Preise angebotener Getränke und Knabbereien, keine Werbung), keine Eventkultur, aber trotzdem für viele der Höhepunkt des Bonner Sommers, mitreißende Unterhaltung auf höchstem Niveau, in begeisternder Atmosphäre und ein Beitrag zur kulturellen Bildung, auch durch ein aufwendiges, kostenfreies (!) Programmheft, Beitrag zu Erhalt und Verlebendigung des kulturellen Erbes
Für die Stadt sehr kostengünstige Kulturveranstaltung (Gesamtbudget: 110.000 €, also 10.000 € pro Abend; städtischer Zuschuss derzeit 40.000 €, also 2 € pro Zuschauer/in), dank Unterstützung aus Landes- und Bundesmitteln (Filmstiftung NRW: 20.000 €, BKM – Filmförderung des Bundes: 12.000 €), weitere Unterstützer und Sponsoren (20.000 €), Spenden des Publikums (5000 €), langjähriger Zusammenarbeit mit internationalen Filmarchiven, Engagement, Kompetenz und Effektivität des erfahrenen Veranstaltungsteams
Kürzungsvorschlag der Verwaltung der Stadt Bonn von 40.000 € auf 0 € (2011: 0 €; 2012: 30.000 €; 2013: 0 €). Dieser Vorschlag ist nicht bindend! Die Beratung und Verabschiedung des Kulturhaushalts durch den Rat der Stadt Bonn geschieht im Herbst (mit oder ohne Änderungen an der Kürzungsliste; jetzt schon steht fest: Kürzung der Zuschüsse für die freie Kulturszene um fast 1 Mio. €/Jahr bis 2013).
Wichtig: Die Kürzungsliste stammt vom ehemaligen Kulturdezernenten. Da dessen Amt zur Zeit nicht besetzt ist, hat der Oberbürgermeister, Jürgen Nimptsch (SPD), dieses Amt kommissarisch übernommen, er und die Kulturreferent/innen der Parteien sind somit Hauptansprechpartner eines Protestes gegen die Kürzung der städtischen Zuschüsse.
Auswirkung von Zuschusskürzungen: Die Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino sind in ihrer Existenz stark gefährdet (auch weil eine Kürzung der städtischen Zuschüsse eine Kürzung der Zuschüsse von Land und Bund nach sich ziehen kann), eine nur alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung ist aus logistischen Gründen nicht möglich
Abhängigkeit von Eintrittspreisen bedingt auch eine stärkere Abhängigkeit vom Wetter und führt so zu einer Planungsunsicherheit, die ein internationales Festival dieser Größenordnung unmöglich macht.
Das Bonner Sommerkino soll auch weiterhin ein niederschwelliges Kulturangebot für alle sein.
Ein populäreres Programm mit einem Schwergewicht auf bekannten Filmklassikern wäre ein weiteres Beispiel für oberflächliche Eventkultur und für Spezialisten und überregionales Publikum uninteressant.
Ein kleineres Publikum wäre außerdem schlecht für die Atmosphäre im Hof.
Wir sind zwar der Meinung, dass Kultur etwas kosten darf. Gleichzeitig gehört aber kulturelle Bildung zu den wichtigen öffentlichen Aufgaben. Daher halten wir Veranstaltungen, die, wie die Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino, hochkarätige Kultur nicht nur für eine Bildungselite, sondern ein breites Publikum aller Altersstufen anbietet, für besonders förderungswürdig. Die Internationalen Stummfilmtage vermitteln Medienkompetenz und halten das kulturelle Erbe Film lebendig. Kultur ist darüber hinaus ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor, gerade für eine Stadt der Größe und Lage Bonns. Die 2 €, die die Stadt Bonn pro Zuschauer/in der Internationalen Stummfilmtage beiträgt, sind daher eine sinnvolle und rentable Investition.Eine Zusammenarbeit mit Sponsoren findet statt (Umfang: ca. 20.000. €) und ist auch in Zukunft geplant.
Unterstützung durch Sponsoren ohne städtische Zuschüsse ist nicht ausreichend.
Eine zu starke Erweiterung des Sponsoring könnte zu einer Gefährdung der inhaltlichen Unabhängigkeit führen.
Die Internationalen Stummfilmtage sind auf Ihre Spenden angewiesen. Der derzeitige Umfang der Spenden (ca. 5000 €/Jahr, d.h. nicht einmal 0,30 €/ Besucher/in) reicht bei weitem nicht für die Finanzierung der Veranstaltung aus. Denen, die bereits jetzt größere Beträge spenden, sei herzlich gedankt!
Die Internationalen Stummfilmtage sind angesichts inzwischen gewachsener, internationaler Bedeutung, Komplexität und Qualität nicht mehr allein durch Spenden finanzierbar, da diese keine ausreichende Planungssicherheit bieten.