Ein Sommermärchen für Stummfilmfans Mehr als 20.000 Zuschauer strömten ins 25. Bonner Sommerkino Bonn, 24. August 2009. Sonnig lächelte Stummfilmstar Louise Brooks in den letzten Wochen auf zahlreichen Plakaten in Bonn. Sie war das Titelmotiv des Bonner Sommerkinos – Internationale Stummfilmtage 2009, das vom 13. bis zum 23. August bereits zum 25. Mal historische Filmschätze unter freiem Himmel zeigte. Und das Wetter spielte mit: Insgesamt 22.000 Zuschauer genossen die Sommerabende im Arkadenhof der Bonner Universität bei Live-Musik und Kino auf großer Leinwand. Zum Erfolgsrezept gehört – neben der besonderen Atmosphäre des historischen Arkadenhofs der Universität und dem Wetter – die abwechslungsreiche Programm-gestaltung. Der Spannungsbogen über die elf Festivaltage reichte von experimentell ("Liebe zu Fuss") über romantisch ("Der Sprung ins Glück"), komisch ("Ausgeflippt", "Theaterfimmel", "Wasser hat Balken"), bizarr ("Die eiserne Faust") bis exotisch ("Das Weib des Pharao"), dramatisch ("Das Kloster von Sendomir", "Bettler des Lebens"), spannend ("Der Mordfall Ware") und melancholisch ("Nach unserer Trennung", "Der Faulpelz"). Die Vielfalt der Genres und Stile fand ihre Entsprechung in der musikalischen Umsetzung: Einige der weltweit besten Stummfilmmusiker interpretierten die Bilder auf verschiedenen Instrumenten und auf sehr individuelle Weise: ob auskomponiert (Aljoscha Zimmermann) oder improvisiert (z.B. Joachim Bärenz oder Neil Brand), ob an einem oder mehreren Instrumenten (wie Günter A. Buchwald und Stephen Horne, die vom Flügel zur Geige bzw. zur Querflöte wechselten), ob klassisch oder modern (wie das SchlagEnsemble H/F/M), die Begleitungen deuteten die Filme, fügten ihnen subtile Nuancen hinzu – und fesselten das Publikum. Neben den langjährigen Stammmusikern des Festivals gab die in Mexiko lebende Stummfilmpianistin Deborah Silberer ihr Debüt in Bonn und begleitete auf dem Flügel den mexikanischen Stummfilm "Die eiserne Faust". Für besonderes Flair sorgten weitere Gäste aus dem Ausland: Vertreter der Cinémathèque Française (Paris), des Svenska Filminstitutet (Stockholm) und des Korean Film Archive (Seoul) stellten ihre Filme persönlich in Bonn vor. Die Internationalen Stummfilmtage machen nicht nur erfolgreich Kulturerbe für eine große Zuschauerzahl zugänglich, sondern sind darüber hinaus überregional ein bedeutsames Forum für alle Fachbesucher. Dem entsprach auch das in diesem Jahr erstmals konsequent zweisprachige Programmheft des Festivals. Unterstützt wurde das Festival durch das Kulturamt der Bundesstadt Bonn, die Filmstiftung NRW, die BKM Filmförderung des Bundes, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, das LVR-LandesMuseum Bonn, Toyota, WDR5, Arte und den Getränkeservice Vendel. Ohne diese Unterstützung und die Spenden des Publikums, wäre es den Veranstaltern, dem Förderverein Filmkultur Bonn e.V., dem Filmmuseum München und der Bonner Kinemathek e.V., nicht gelungen, über 25 Jahre ein Open-Air-Kino aufzubauen, das europaweit in dieser Form einzigartig ist. Weitere Informationen und Bildmaterial in Druckqualität finden Sie im Pressebereich auf unserer Internetseite unter: www.film-ist-kultur.de/sommerkino Über den Förderverein Filmkultur Bonn e.V. Der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. wurde Anfang der 1990er Jahre gegründet, um den großen Bedarf an filmhistorischen Projekten besser umsetzen zu können. Der Förderverein ist Ansprechpartner in allen filmarchivarischen Fragen und hat eine Reputation weit über Bonn hinaus. Auch in Fragen der filmischen Bildung hat der Förderverein innovative Programme für die Jugend- und Erwachsenenbildung entwickelt. Pressekontakt: Senta Koske Tel.: 0228/4221485 oder 017649650793 presse@film-ist-kultur.de