Internationale Stummfilmtage - 24. Bonner Sommerkino
Pressemitteilung vom 21. August 2008

Zwischenbilanz: Sieben Abende Kino unterm Sternenhimmel

Internationale Stummfilmtage - 24. Bonner Sommerkino 2008 vom 14. - 24. August 2008

Bonn, 21. August 2008. Die erste Woche des Stummfilmfestivals ist vorbei - sieben Abende große Leinwand, sieben Abende mitreißende Musik, sieben Abende beeindruckende Stummfilme. Und sieben Tage fast immer gutes Wetter!

Harold Lloyed lockte mit MÄDCHENSCHEU am Eröffnungsabend und SAFETY LAST am Samstag jeweils 1800 Zuschauer in den Arkadenhof unter den Sternenhimmel. CHICAGO erreichte die gleichen Besucherzahlen - trotz Wolken, die mit dem Regen aber ehrfurchtsvoll das Ende der Vorführung abgewartet haben. DIE SPINNEN zogen 1500 Besucher in ihren Bann, DER HEILIGE JÜRGEN etwa 1200 (darunter einige Nonnen). Einzig bei THE BIG PARADE, einem der bekannteren Filme, blieben nur etwa 800 Zuschauer die gesamten 150 Minuten auf ihren Plätzen, da der Antikriegsfilm offensichtlich auch den Himmel zu Tränen gerührt hatte...

Den ersten richtig starken Regen gab es gestern. Während bei Charly Chaplins DER EINWANDERER noch fast alle der ursprünglich 1800 Zuschauer tapfer sitzen blieben (große Teile des Films spielen auf einem Schiff mit starkem Seegang...) gingen nur etwa gut die Hälfte von ihnen im Anschluss noch mit auf die Jagd nach dem TROLL ELCH. Aber wenn zu einem Film eine neblig-mystische Stimmung passte, dann zu diesem!

Wir hoffen, der Himmel wollte einfach seinen Teil zu der Stimmung dieses Abends beitragen - die kommenden Filme spielen alle weder auf See, noch in nebligen norwegischen Wäldern, wir sind daher optimistisch. Der Verkauf von Regenponchos (für 1 Euro), Tee und Kaffee kommt zwar der Finanzierung des Festivals zu Gute, dies geht aber ebenso gut mit Bionade, Wein und Bier - die uns liebere Alternative!

Wir freuen uns daher auf das Abschlusswochenende, vorher gibt es heute Abend aber noch die große Verlosung der drei DVD Boxen mit jeweils 10 Harols Lloyed Filmen unter allen richtigen Antwortzetteln aus dem Quiz. Die Auswertungen laufen auf Hochtouren, dabei zeigt sich: Die "Killerfrage" ist die Frage wann das Bonner Sommerkino das erste Mal stattfand: 1984,1985,1986? Es ist das 24. Mal, das wissen sie meisten, aber wie rechnet man das bloß nochmal... Wir wünschen jedenfalls allen Teilnehmern viel Glück - die, dich nicht gewinnen, können sich auf die noch ausstehenden Filme freuen:

Am Freitag gibt es zunächst eine vergnügliche Verwechslungskomödie aus dem Wien der 20er Jahre (DER GELIEBTE SEINER FRAU) und im Anschluss eine düstere Geschichte aus dem Schweden des Mittelalters (BEATRIX - EIN SPIEL VON LIEBE, HASS UND TOD.)

Am Samstag wird DER GEHEIME KURIER den Arkadenhof in Atem halten und im Anschluss DAS WUNSCHKIND es ihm gleich tun. Alma Reville, die Ehefrau und engste Mitarbeiterin von Alfred Hitchcock, begann ihre Karriere als Cutterin und Drehbuchautorin. Das Drehbuch zu dem spannenden Ehedrama DAS WUNSCHKIND schrieb sie zusammen mit Miles Mander. Es geht um eine Ehefrau, die ihren Mann liebt, obwohl er sie dauernd betrügt. Als er sie verläßt, schmiedet sie den Plan, ihn mit einem Wunschkind zurückzuholen.

Am Sonntag, dem großen Abschlusstag, hält Stefan Drößler um 15.00 Uhr im Rheinischen LandesMuseum einen Vortrag mit zu dem Maler und Grafiker Walter Ruttmann, der 1920 den Film für sich entdeckte und unter anderem die ersten abstrakten Zeichentrickfilme der Welt schuf. Im Anschluss (um 17 Uhr) wird sein Film BERLIN. DIE SINFONIE DER GROSSSTADT gezeigt.

Auf dem Arkadenhof wird am Sonntagabend zunächst VERMISCHTE MELDUNGEN gezeigt, eine Dreiecksgeschichte und ein Klassiker des französischen Avantgardefilms. Den Abschluss des Festivals bildet das Melodrama SONG - SCHMUTZIGES GELD gezeigt, in dem der Hollywood-Star Anna May Wong als Malayenmädchen Song einem von Heinrich George gespielten Matrosen verfällt.

Über den Förderverein Filmkultur Bonn e.V.

Der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. wurde Anfang der 90er Jahre gegründet, um den großen Bedarf an filmhistorischen Projekten besser umsetzen zu können. Der Förderverein ist Ansprechpartner in allen filmarchivarischen Fragen und hat eine Reputation weit über Bonn hinaus. Auch in Fragen der filmischen Bildung hat der Förderverein innovative Programme für den Nachwuchs und in der Erwachsenenbildung entwickelt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.film-ist-kultur.de/sommerkino

Belegexemplar erbeten

Pressekontakt:
Jessica von Wülfing
presse@film-ist-kultur.de
0228/ 422 14 85

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Interview mit Neil Brand geführt am 15. August 2002 von Mark Heinold, Förderverein Filmkultur Bonn (mp3, 320kb/s, 42,9MB)

Text mit Timecode zu obigem Interview:
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Pressetext von Neil Brand:
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