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Standort: | |
| THE RIVER | |
| DIE ERSTE FRAU IM LEBEN | |
| USA 1928 - Regie: Frank Borzage - Drehbuch: Philip Klein, Dwight Cummins, nach dem Roman von Tristam Tupper - Kamera: Ernest G. Palmer - Ausstattung: Harry Oliver - Darsteller: Charles Farrell, Mary Duncan, Ivan Linow, Margaret Mann, Alfred Sabato, Bert Woodruff - Produktion: Fox Film Corp. - Premiere: Februar 1929 (New York) - Archiv: Cinémathèque Suisse, Lausanne - Farbe: schwarzweiß - 50 min. - englische Movietone-Fassung | |
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Der Film spielt draußen in der rauhen Wildnis, wo harte Kerle ihre Äxte in kräftige Bäume hauen, in der Wildnis der Berge, felsigen Schluchten und reißenden Flüsse. In dieser Umgebung hatte der Regisseur nur Mary Duncan und Charles Farrell, um seine Geschichte zu erzählen. Fast den gesamten Film über sind sie und eine Krähe die einzigen Figuren, die wir zu sehen bekommen. Farrell stellt in diesem psychologischen Drama erneut unter Beweis, daß er ein Darsteller von seltenen Fähigkeiten ist. Er spielt einen unkultivierten Jungen, der noch nie eine Stadt gesehen hat. Das Porträt, das er uns liefert, ist ein wahres Meisterstück. In den Hügeln der Fox Studios hat Harry Oliver Berge und Wälder gezaubert, durch die ein Fluß läuft, und alles ist so realistisch, daß es unglaublich scheint, daß sie nicht natürlich sind. (Welford Beaton, in: The Film Spectator, 9.2.1929) Zur englischen Originalfassung des Textes |
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DIE ERSTE FRAU IM LEBEN sollten sich zumindest sämtliche Bewunderer von Charles Farell nicht entgehen lassen, denn Farrell liefert hier in seiner bislang schwierigsten Rolle die beste Darstellung seiner Karriere. Die von Mary Duncan gespielte Figur der Rosalee verfolgt unnachgiebig ihren Mann. Jeder Trick, jede subtile Verführung, jede offene Schmeichelei, zu der sie in der Lage ist, wird eingesetzt, um Farrell zu einem sexuellen Bewußtsein zu erwecken, doch er bleibt unberührt davon. Das allein läßt schon einiges von den Schwierigkeiten erahnen, die Mr. Farrell überwinden muß, um diese Rolle glaubwürdig zu gestalten, ohne dabei lachhaft anormal zu erscheinen. Natürlich kommt die Wandlung Rosalees von dem weiblichen Raubtier zu einer durch Liebe geläuterten Frau zu ihrem glücklichen Abschluß, bevor uns das Ende des Films das Paar zeigt, wie es vereint auf dem Fluß zum Meer fährt. Dieser Höhepunkt erhält seine Dosis Melodram durch die Rückkehr ihres Liebhabers. Trotz seines langsamen Tempos und seines Insistierens auf Sexualität ist DIE ERSTE FRAU IM LEBEN weit davon entfernt, aufdringlich zu sein. Der Film hat eine poetische Qualität und einen entschieden romantischen Stil, der einen Glanz von Irrealität auf die Geschehnisse wirft, die ebenso ursprünglich sind wie die Landschaft, vor der sie sich abspielen, und ebenso animalisch wie die Liebesgeschichten von Vögeln und Tieren. (Robert Dusk, in: Picture Play, April 1929) Zur englischen Originalfassung des Textes |
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In Borzages DIE ERSTE FRAU IM LEBEN spielte wieder Charles Farrell, jedoch nicht Janet Gaynor, die zu der Zeit mit der Fox im Streit lag. Die Premiere des Films hätte eigentlich am 22. Dezember 1928 stattfinden sollen, wurde jedoch wegen des Erfolgs der ersten Tonfilme verschoben. Die Fox hatte die »brillante« Idee, dem Film einen Prolog mit Toneffekten und Liedern voranzustellen, doch wurde diese seltsame Mischung nicht positiv aufgenommen, und man zog den Film wieder zurück. Erst im Oktober 1929 kam er erneut heraus, diesmal gekürzt und mit einem regulären Soundtrack.
(Davide Turconi, in: Griffithiana 46, Dezember 1992) Zur ausführlicheren englischen Originalfassung des Textes |
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