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ausgerechnet bananen (MANY A SLIP)

Programm: Bonn 2006 Druckversion Festival-Archiv

USA 1927

Regie: Charles BowersHarold L. Muller

Drehbuch: Charles Bowers, Harold L. Muller, Ted Sears

Darsteller: Charles Bowers, Corinne Powers, Ricca Allen, Eddie Dunn, Kolin Kelly, Con MacSunday

Produktion: R-C Pictures Corp.

Premiere: 24.1.1927 (Copyright)

Format: 35 mm

Länge: 470 Meter, 20 Minuten (20 Bilder/sec)

Farbe: schwarzweiß

Zwischentitel: französisch mit englischen Untertiteln

Musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald

Charles Bowers ist der große vergessene amerikanische Slapstick-Komiker der Stummfilmzeit, der als eigenwilliger Bastler die Dadaisten und Surrealisten begeisterte - und das Publikum des Bonner Sommerkinos. Von ausgerechnet bananen wurde 1998 bereits ein Fragment gezeigt, das nun durch einen Fund in der Cinémathèque Française vervollständigt werden konnte. Bowers ist als verrückter Erfinder zu sehen, der sich an einer rutschfesten Bananenschale versucht ...

Besprechungen

In diesem seinem sechsten Film versucht Bowers einen Preis zu gewinnen, der für die Erfindung einer Chemikalie ausgesetzt wurde, die Bananenschalen rutschfest macht. Im Verlauf seiner Forschungen erhalten wir Einblick in all die anderen Projekte, an denen der Erfinder arbeitet.

Mir tut jeder Kinogänger leid, der nicht vor Lachen über diesen herrlichen Nonsense vom Stuhl fällt. ausgerechnet bananen ist einer der komischsten Filme, die ich seit langem gesehen habe!

Paul Thompson, in: Motion Picture News, 21.1.1927

Er ist eine der kuriosesten Gestalten unter den Filmkomikern. Seit dem sechsten Lebensjahr arbeitet Charley Bowers beim Zirkus als Clown, Artist, Seiltänzer, zwischendurch ist er Cartoonist, von 1926 bis 1928 war er Star und Autor-Regisseur einiger Stummfilmkomödien. Trotz seines außerordentlichen Talents ist er heute so gut wie vergessen. "Bricolo heißt die von Charley Bowers verkörperte Figur in der französischen Fassung seiner Filme - von bricoler, basteln. Was sie unterscheidet von ihren berühmteren Zeitgenossen, ist ihr Verhältnis zu Maschinen: Charlie Chaplin gerät hilflos in ihr Räderwerk; Laurel und Hardy setzen sich wütend gegen sie zur Wehr und demolieren sie; Buster Keaton meistert sie durch Gelassenheit und Scharfblick; Charley Bowers dagegen ist nicht primär ihr Wi-dersacher, sondern ein Konstrukteur, der selbst, in Hinterzimmern und auf Dachböden, die wahnsinnigsten Apparate ersinnt und baut und auf die Menschheit losläßt." (Frieda Grafe) Charley Bowers ist eine Kreuzung aus Daniel Düsentrieb und Arcimboldo, Tinguely und die Honigpumpe antizipierend.

Thomas Brandlmeier: Filmkomiker - Die Errettung des Grotesken; Frankfurt 1983




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