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HE WHO GETS SLAPPED
DER MANN, DER DIE OHRFEIGEN BEKAM
USA 1924  - Regie: Victor Sjöström  - Drehbuch: Victor Sjöström, Carey Wilson nach dem Stück von Leonid Andrejew  - Kamera: Milton Moore  - Darsteller: Lon Chaney Norma Shearer, John Gilbert, Tully Marshall, Marc MacDermott, Ruth King, Ford Sterling, Harvey Clarke, Paulette Duval, Clyde Cook, Brandon Hurst, George Davies  - Produktion: Metro-Goldwyn-Mayer Corp.  - Premiere: 9.11.1924 (New York)  - Archiv: Cinémathèque Suisse, Lausanne  - Farbe: schwarzweiß - 1959 m, 78 min., 22 B/s


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Ein betrogener Wissenschaftler entzieht sich seinem bisherigen Leben, indem er als Clown in einem Zirkus auftritt, namenlos als »He«. Regisseur Victor Sjöström besuchte verschiedene Museen, um in Gemälden Inspirationen für Bildkompositionen zu erhalten. Gerade in den Zirkusszenen fällt die für Hollywood-Filme dieser Zeit äußerst ungewöhnliche, sparsame Ausleuchtung und geschickte Lichtführung auf, die an Sjöströms frühe schwedische Meisterwerke anknüpft. Lon Chaney, der als Stummfilmstar im Horrorfilm berühmt wurde, zeigt als Clown eine ungewöhnliche Ausdruckskraft, die tief berührt.

"Es ist unmöglich, von diesem Film zu reden, ohne ihn in den höchsten Tönen zu loben. Ein so wunderschön erzähltes und so makellos inszeniertes Drama wird sicher zu einem Modell für künftige Produktionen werden. Nie zuvor hat Lon Chaney eine so fabelhafte, gleichsam verhaltene Leistung erbracht. Mr. Seastrom hat die Geschichte mit dem Genie eines Chaplin oder eines Lubitsch verfilmt."
Mordaunt Hall, in: The New York Times, 10.11.1924


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"Der Film brach in New York alle Zuschauerrekorde und stellte mit seinem Einspielergebnis eine neue Bestmarke auf, die fünf Jahre lang hielt: 72.000 Dollar in einer Woche. Zweifellos handelt es sich um einen der faszinierendsten Filme des Jahrzehnts, weniger was seine Geschichte, als was deren visuelle Umsetzung angeht. Als der Film, der fast 50 Jahre lang als verschollen galt, in den 70er Jahren wiederentdeckt wurde, wurde erstmals der Einfluß bekannt, den er auf Chaplin (THE CIRCUS) und Sternberg (DER BLAUE ENGEL) ausgeübt hat."
Bengt Forslund, in: Paolo Cherchi Usai (Hg.): Schiave bianche allo specchio; Pordenone 1986

"Unvergeßlich ist die Szene, in der der Clown nach der Vorstellung allein in der Arena bleibt und mit der Fußspitze ein Stoffherz aus dem Sägemehl ausgräbt und einsteckt. Währenddessen gehen die Scheinwerfer aus und in der Dunkelheit leuchtet nur noch die weiße Clownsfarbe seines Gesichts. Diese eindringliche Beschwörung der Einsamkeit und Verzweiflung ist auf der Höhe von Sjöströms schwedischen Filmen."
Bo Florin: Regi: Victor Sjöström; Stockholm 2003


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