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die grossfürstin und ihr kellner (The Grand Duchess and the Waiter)

Programm: Bonn Druckversion Vorwort Festival-Archiv

USA 1926

Regie: Malcom St. Clair

Drehbuch: Pierre Collings, John Lynch nach dem Theaterstück 'La Grande-duchesse et le garçon d'étage' von Alfred Savoir

Kamera: Lee Garmes

Darsteller: Adolphe Menjou, Florence Vidor, Lawrence Grant, André Beranger, Duke Peter, Dot Farley, Barbara Pierce, Brandon Hurst, William Courtright

Produktion: Famous Players-Lasky Corporation

Premiere: 8.2.1926

Archiv: Librar y of Congress, Washington Farbe: schwarz weiß

Länge: 1.8 93 Meter, 69 Minuten (24 B/s)

Zwischentitel: englisch

Musikbegleitung: Günter Buchwald (Flügel und Violine)

Ein erfolgreiches Bühnenstück diente Regisseur Malcolm St. Clair als Vorwurf für eine vergnügte Komödie um die amourösen Verwicklungen seiner beiden Hauptdarsteller Florence Vidor und Adolphe Menjou, die er hier bereits zum zweiten Mal gemeinsam vor die Kamera holte. Eine sophisticated comedy, von der ein zeitgenössischer Kritiker meinte: "So sollte man in Zukunft Filme machen: ohne Brandkatastrophen, Flutwellen oder Autounfälle. Einfach nur eine beschwingte, natürliche Geschichte."

Besprechungen

Ein weiteres gutes Menjou-Vehikel und somit eine weiterer Schritt auf der Karriereleiter für den Darsteller, dessen bisherige Filme alle um seine Verführungskünste kreisen. Die Story des bekannten Bühnenstücks von Alfred Savoir wurde leicht verändert. Der Kellner, der sich hier in die Großfürstin verliebt, ist selbst ein Pariser Millionär, der in ihre Dienste tritt, um sich in ihrer Nähe aufzuhalten. Menjou spaziert durch die Rolle wie Sherman durch Georgia.

Die Story ist leichtgewichtig, und gäbe es nicht diese dichte Abfolge gelungener komischer Situationen, hätte der Film leicht zu lang und folglich ermüdend wirken können. So aber folgt eine komische Situation auf die andere, und jede einzelne ist gelungen.

Variety, 10.2.1926

Mr. Menjou übertrifft sich in vielen Szenen selbst. Allein durch das Hochziehen einer Augenbraue schafft er es, uns in schallendes Gelächter ausbrechen zu lassen. Es ist beinahe unmöglich, ihn in Verlegenheit zu bringen, außer vielleicht wenn man ihn mit dem Kopf des Dienstmädchens auf der Schulter überrascht.

The New York Times, 9.2.1926

Photoplay sagte, die Spielweise von Adolphe Menjou und Florence Vidor erinnere an perlenden Champagner. Sie befinden sich in einem beständigen Wettlauf, wer von ihnen den größten Effekt mit dem geringsten Einsatz erzielt. Menjou hebt fast unmerklich eine Augenbraue oder zuckt mit der Lippe, Vidor antwortet darauf mit einem Blick, der den Bruchteil einer Sekunde länger dauert, oder sie versteift ihre hübsche Schulter für einen Augenblick. die grossfürstin und ihr kellner ist die vielleicht subtilste und eleganteste Komödie der gesamten Stummfilmzeit.

Le Giornate del Cinema Muto; Sacile 2002

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