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| GO WEST | |
| BUSTER KEATON, DER COWBOY | |
| USA 1925 - Regie: Buster Keaton - Drehbuch: Raymond Cannon, Buster Keaton - Kamera: Elgin Lessley, Bert Haines - Darsteller: Buster Keaton, Howard Truesdale, Kathleen Myers, Ray Thompson, Brown Eyes, Joe Keaton, Roscoe Arbuckle, Babe London - Produktion: Buster Keaton Productions Inc. - Produzent: Joseph M. Schenck - Premiere: 25.10.1925 (New York) - Archiv: Academy Film Archive Beverly Hills - Farbe: schwarzweiß - 1.893 m, 69 min., 24 B/s |
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Buster macht sich auf in den Westen, um als Cowboy sein Glück zu suchen. Doch er bleibt
auf der Ranch ein Außenseiter, den die anderen Cowboys meiden. Sein einziger Freund wird
die Kuh 'Brown Eyes', die er mit einer Rindherde in die Stadt zum Schlachthaus transportieren muß. Wenn am Ende des Filmes die Rinderherde außer Kontrolle gerät und die Tiere
in Türkische Bäder, Frisiersalons und Kaufhäuser eindringen, entstehen Bilder, 'die durch
ihre Komposition und in der Explosivkraft ihres Ausdrucks jeden Surrealisten vor Neid erblassen lassen könnten.' (Frieda Grafe)
"Die Geschichte von Buster Keaton als Cowboy ungeschicklichster Art ist so zum krank-, gesund- oder totlachen, wie jeder Beschauer gerade will und wie jeder andere Keaton-Film auch. Zudem aber bringt dieser zwei Erlebnisse, die ihn über das hohe Niveau der amerikanischen Filmgrotesken erhöhen und diesen unbeweglichsten aller Komiker zum bewegendsten machen. Immer steht Keaton so ganz verlassen in diesem Film, so ganz außer der Welt, die ihren armseligsten Sohn ins Nichts ausstieß: wenn er in der Kleinstadt mittellos für zwei Dollars sein Rasierbesteck und das Bild der Mutter zurückkauft, wenn er grenzenlos verlassen durch die grenzenlose Prärie trottet, wenn in New Yorks Broadway der Tumult der Menschheit über ihn wegtobt, oder wenn er als Cowboy, von der Arbeit kehrend, immer dann gerade an den langen Eßtisch sich hungrig hinsetzt, wenn alle anderen gesättig t aufstehen. Und noch erschütternder ist dies: Keaton und die Kuh Braunauge sind befreundet, wie nur zwei verlassene Kreaturen miteinander Freund sein können, wie man das bisher nur einmal in dem Film THE KID mit Chaplin und Jackie Coogan erlebte. Aus den kindlichen Episoden der Herzenshingabe zwischen Mensch und Tier wird in diesem Film aber etwas fühlbar, was in THE KID noch nicht fühlbar ward: die Innigkeit und Einheit von Mensch und außermensch- licher Kreatur, beider armselige Hilflosigkeit und hilfreiches Aufeinanderangewiesensein in der ringsum leiddräuenden Welt. In diesem Menschtierfilm ist nicht Gefühl den Bildern gewaltsam aufgesetzt und mit Textworten abstoßend verdickt, sondern das Gefühl wächst leicht und unwiderstehlich aus den Bildern heraus mitten in unser Herz." Kurt Pinthus, in: Das Tage-Buch, Heft 4, 22.1.1927 |
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