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Standort: | |
| FUUN JOSHI | |
| SCHLOSS AUS WIND UND WOLKEN | |
| Japan 1928 - Regie: Toko Yamazaki - Drehbuch: Tetsuroku Hoshi - Kamera: Eiichi Tsuburaya - Darsteller: Chojiro Hayashi, Akiko Chihaya, Ippei Soma, Soroku Kazama, Yoshi Nakagawa - Produktion Kinugasa Eiga Renmei - Premiere 10.2.1928 - Archiv National Film Center / National Museum of Modern Art, Tokio - Farbe schwarz weiß - 1.553 m, 76 min., 18 B/s |
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Ein Samurai kommt nach Hause, um dort festzustellen, daß die Frau, die auf ihn warten
sollte, inzwischen die Geliebte seines Herrn geworden ist. Er verteidigt seinen Herrn vor
üblen Intrigen und Machenschaften am Hof, kann aber die Hand seiner Geliebten nicht
wiedergewinnen. Die Geschichte des einsamen Samurai nimmt viele Motive späterer Samurai-Klassiker (und Western-Adaptionen) vorweg, der Film selber zählt zu den wenigen vollständig überlieferten Beispielen des japanischen Stummfilms, die in den letzten Jahren restauriert werden konnten.
"SCHLOSS AUS WIND UND WOLKEN stellt ein Sub-Genre des jidai geki, des Historienfilms, dar: Verrat und Verschwörung innerhalb eines Samurai-Clans. Antagonisten sind der finstere Sannosuke und der junge Shinhachi, der obwohl bis zur Selbstaufgabe loyal verdächtigt wird, aus persönlicher Rache Verrat am Clanchef üben zu wollen. Der Film wird von langen, lyrischen Zwischentiteln sowie von mindestens fünf wunderschön choreographierten Kampfszenen untergliedert. Nach dem finanziellen Desaster seines unabhängig produzierten Filmexperiments EINE SEITE DES WAHNSINNS (1926) begann Teinosuke Kinugasa damit, für die Firma Shochiku jidai geki zu produzieren. Auf diese Weise begründete Kinugasa die glanzvolle Karriere des Darstellers Chojiro Hayashi. In deutlichem Kontrast zu den heldenhafteren Stars des Genres wie Tsumasaburo Bando (DIE RIESENSCHLANGE, 1925) ist Hayashis Leinwandfigur ein bidanshi, ein hübscher, schlanker Junge, dessen androgyne Schönheit mit denen der weiblichen Stars konkurrieren konnte, ohne daß es ihm dabei an maskulinem Appeal fehlte. Mit SCHLOSS AUS WIND UND WOLKEN begann die lebenslange Zusammenarbeit des Schauspielers der sich 1937, als er Sho- chiku verließ, Kazuo Hasegawa nannte mit Kinugusa. Wie bei STADT DER LIEBE hat ein Positivnitrat des Films in Europa überlebt und ist von der Cinémathèque de Belgique in Brüssel konserviert worden. 1929, als Shochiku sich bemühte, einen europäischen Markt aufzubauen was ihr allerdings nicht gelang waren diese Filmkopien nach Berlin geschickt worden." Mariann Lewinsky, in: Le Giornate del Cinema Muto Catalogo; Sacile 2001 |
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