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Standort: | |
| LA REINE DES PAPILLONS | |
| FRÜHLINGSKÖNIGIN | |
| Frankreich 1928 - Regie, Drehbuch, Kamera, Puppen, Animation: Ladislaus Starewitsch - Darstellerin: Nina Starewitch - Produktion: Ermoliev-Pathé - Archiv: Familie Starewitch, Le Perreux - Premiere: 7.12.1926 (deutsche Zensur) - Farbe: mehrfarbig viragiert - 624 m, 26 min., 21 B/s |
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Ein wunderschön restaurierter Trickfilm von Ladislaus Starewitsch, dem meisterhaften Pionier des Puppentrickfilms, der hier seine Tochter wie Alice im Wunderland durch ein Phantasieland wandern läßt. Starewitschs aufwendig inszenierte Schlacht um die Einnahme einer
Burg, an der Dutzende von liebevoll animierten Insekten teilnehmen, ist in ihrer technischen
Brillanz auch heute noch verblüffend. Die farbigen Viragen unterstreichen den Traumcharakter des Filmes, der zu den schönsten Beispielen für Starewitschs Schaffen
"Bei den Filmen, die er in seinem französischen Domizil Fontenay unablässig und mit weltweitem Erfolg produzierte, war Ladislaus Starewitsch sein alleiniger Herr: Er schrieb die Drehbücher, konstruierte die Marionetten, entwarf die Beleuchtung, führte Regie und bediente die Kamera. Er entwickelte und schnitt sogar die Negative. Einzig das Ziehen der Filmkopien übertrug er einem Laboratorium. Doch jedes Familienmitglied leistete einen eigenen Beitrag zu seinen Filmen. Anna, seine Frau, kümmerte sich vor allem um die Kostüme der Marionetten und hatte die Oberaufsicht. Tochter Irène absolvierte ein Studium, um die Hauptmitarbeiterin ihres Vaters werden zu können. Und Nina, die Jüngste, spielte in mehreren seiner Filme mit: Sie ist auch die kleine Straßentänzerin in LA REINE DES PAPILLONS FRÜHLINGSKÖNIGIN. Der Handlungsaufbau dieses Films ähnelt demjenigen vieler seiner Filme: In einem Vorspiel mit realen Schauspielern taucht ein Problem auf, woraufhin die Handlung in einen Traum übergeht, in dem Marionetten schließlich eine glückliche Lösung des Problems finden. Starewitschs Figuren und Geschichten entwerfen ein sehr kohärentes Bild von der Welt. Einer Welt, die unter dem Blick und dank der Gefühle eines Kindes, das oft als Mittler zwischen Traum und Wirklichkeit fungiert, harmonisch, friedlich und einfach wird, und wo trotz aller Hindernisse und Schwierigkeiten am Ende doch meistens alles gut ausgeht. Und selbst wenn der Held stirbt, ist doch die Liebe stärker. Welch ein Optimismus für einen Mann, der vor den blutigen Konflikten des 20. Jahrhunderts nach Fontenay geflüchtet war, um sich dort ganz dem Kino zu widmen!" François Martin, in: Ladislas Starewitch, magicien des ciné-marionnettes; Ausstellungsbroschüre, Louvain-la-Neuve 2003 |
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