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Standort: | |
| SUR UN AIR DE CHARLESTON | |
| CHARLESTON | |
| Frankreich 1926 - Regie Jean Renoir - Drehbuch Pierre Lestringuez nach einer Idee von André Cerf - Kamera Jean Bachelet - Darsteller Catherine Hessling Johnny Higgins Pierre Braunberger Pierre Lestringuez - Produktion Jean Renoir - Premiere 19.3.1927 (Paris) - Archiv Filmmuseum München - Farbe schwarzweiß - 468 m, 19 min., 20 B/s |
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Ein kugelförmiges Raumschiff mit einem schwarzen Wissenschaftler landet in Paris auf einer
Litfaßsäule, in der ein Mädchen mit einem Affen wohnt. Die weißhäutige Wilde führt ihn in
die barbarischen Tänze der Epoche ein und weckt in ihm das Charleston-Fieber. Ein absurdes, eigenartiges Nebenwerk von Jean Renoir, das in drei Tagen gedreht wurde und in dem
Renoir seine damalige Ehefrau Catherine Hessling in Szene setzte. Die ausgelassene Fröhlichkeit und der absolute Nonsense des Filmes stehen ziemlich einzigartig in der Geschichte des französischen Films der 20er Jahre.
quot;Wegen seiner burlesken Erfindung hatte CHARLESTON überhaupt keinen Erfolg, aber was von den 1.200 Metern übriggeblieben ist, ist von erquickender Spontaneität und von irrem Witz. Catherine Hessling und Johnny Higgins (ein berühmter Stepptänzer der 'Revue Nègre') nutzen die Freiheit, die ihnen die verrückte Handlungsvorlage bietet, weidlich aus. Catherine Hesslings erotischer Einsatz ist intensiv, und man kann sich gut vorstellen, daß diese Zurschaustellung der Schenkel einer Tänzerin in Slip und tiefdekolletierter Korsage skandalös wirkte." François Truffaut, 1971 "Das Stummfilmwerk Renoirs wird beherrscht von seiner Hauptdarstellerin Catherine Hessling. Diese außergewöhnliche junge Frau mit den großen, klaren, kohlschwarz umrandeten Augen, dem provozierenden Puppengesicht, dem unvollkommenen, aber seltsam feingliedrigen Körper, der den Frauenfiguren auf manchen impressionistischen Gemälden glich, vereinigte in irritierender Weise das Mechanische und das Lebendige, das Phantastische und das Sinnliche zu einer seltsamen Inkarnation der Weiblichkeit. Renoir sah sie weniger mit den Augen des Filmregisseurs als mit denen des Malers. Faszinier t von der ungekünstelten Anmut dieses Körpers und dieses Gesichts, bemüht er sich weniger, seine Darstellerin im Sinne der Rolle zu führen, als sie in möglichst vielen Haltungen zu studieren. Diese mehr oder minder bewußte Absicht ist deutlich erkennbar in CHARLESTON, wo das recht versponnene Drehbuch nur als Vorwand für eine extreme und inkohärente Zurschaustellung Catherine Hesslings dient." André Bazin: Jean Renoir; München / Wien 1977 |
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