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ANNIE LAURIE
ANNIE LAURIE. EIN HELDENLIED VOM HOCHLAND
USA 1927  - Regie: John S. Robertson  - Drehbuch: Josephine Lovett nach dem Roman von Richard Doderidge Blachmore  - Kamera: Oliver Marsh  - Darsteller: Lillian Gish, Norman Kerry, Creighton Hale, Hobar t Bosworth, Tom O'Brien, David Torrence, Russell Simpson, Brandon Hurst, Patricia Avery, Frank Currier, Joseph Striker, John Wayne  - Produktion: Metro- Goldw yn-Mayer Corp.  - Premiere: 11.5.1927 (New York)  - Archiv: Librar y of Congress, Washing ton  - Farbe: schwarzweiß Technicolor - 2661 m, 106 min., 22 B/s


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Ein mit viel Aufwand in Szene gesetztes Melodram aus dem schottischen Hochland, wo sich die Clans der Campbells und der MacDonalds seit Jahren bekämpfen. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Annie Laurie, die sich zwischen den Fronten befindet und von Lillian Gish gespielt wird. Gish dominierte die Produktion: Sie hatte freie Wahl in Bezug auf Regie und Mitspieler, war vom Endergebnis aber enttäuscht, weil Norman Kerrys schauspielerische Leistung sie in den Schatten stellte. Die Schlachtenszenen wurden an authentischen Schauplät zen in Schottland gedreht. Die Schlußszenen des Films wurden im damals neuen Zweifarbtechnicolor-Verfahren aufgenommen.

"Ein ungewöhnlich pittoresker Schauplatz für einen Film ­ das schottische Tiefland mit seinen Clankämpfen. Und wie sie kämpfen! Norman Kerry als Clansman aus den Bergen, der 'mit den Frauen umzugehen weiß', ist eine großartige Figur. Die Regie von John S. Robertson ­ der selber ein Schotte ist ­, ist ausgezeichnet, geistreich und charmant. Und Lillian Gish beweist in ihrer dramatischen Rolle ein ganz unvermutetes Temperament."
Photoplay 2/1927

"ANNIE LAURIE scheint nur eine Art Fußnote zu Lillian Gishs Vierjahresvertrag für MGM gewesen zu sein. Doch wie viele ihrer unbekannteren Filme ist er ein vergessenes Juwel. Er hat das Beste, was stumme Melodramen bieten konnten: große Leidenschaften und erregende Schlachtenszenen zeichnen diese Saga um streitende Clans im schottischen Hochland aus. Mit seiner lebendigen Kameraarbeit und dem Zweifarbtechnicolor-Finale sowie der überwältigen Leistung von Lillian Gish ist der Film ein seltenes Vergnügen: ein Klassiker, der alle Erwartungen erfüllt."
Jere Guldin, in: Le Giornate del Cinema Muto Catalogo; Sacile 1998

"Vor allem der Höhepunkt des Films ist mit glühender Intensität gedreht und montiert: In Parallelmontage wird zwischen dem Glencoe-Massaker und Lillian Gish hin- und hergeschnitten, die daran gehindert werden soll, ein Leuchtfeuer anzuzünden. Diese Ver folgungsjagd hat eine visuelle Kraft, die Victor Sjöströms DER WIND gleichkommt."
Alex Jacoby, www.thecontext.com/docs/3487.html


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