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Cinema Italiano - Italienische Kino-Klassiker! - i classici del cinema italiano!
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Veranstalter
Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano di Cultura Köln (IIC), der Bonner Kinemathek / Kino in der Brotfabrik, dem Romanischen Seminar der Universität Bonn und mit MEDIASET - CINEMA FOREVER
Mit Unterstützung des Istituto Italiano di Cultura Köln, der Stadt Bonn und der Filmstiftung NRW
Ausstellung: vom 11.-30. April 2006 im Foyer der Brotfabrik
Die Geschichte des italienischen Films ist reich an Meisterwerken, herausragenden Regisseuren, brillanten Kameramännern, unvergleichlichen Schauspielern, stilprägenden Genres und Klassikern des Weltkinos.
In Deutschland jedoch ist seit vielen Jahren das bedeutende italienische Filmerbe immer seltener auf den Leinwänden der Kinos zu sehen. Viele italienische Filme sind im Laufe der Zeit aus dem Repertoire der Filmverleihe verschwunden und in den Filmarchiven Deutschlands gibt es kaum noch originalsprachige italienische Filmkopien.
Um so erfreulicher ist es, dass es in Italien seit Jahren großes Bemühen, um den Erhalt des eigenen cineastischen Erbes gibt. Auf Festivals in Italien und Europa werden immer wieder italienische Filmklassiker in restaurierten Kopien aufgeführt und lassen die vergangene Kinogeschichte in neuem Glanz erstrahlen. Wir möchten die aufwändig restaurierten Filme nach Bonn holen und in einer einmaligen Präsentation auf die Leinwand ins Kino bringen.
Mit der Filmreihe Italienische Kino-Klassiker - I classici del cinema italiano möchten wir auf diese Weise einen wichtigen Teil der europäischen Filmmoderne wieder ins Bewusstsein einer interessierten Öffentlichkeit bringen. Wir laden Italienfreunde und Kinoliebhaber zu einer aktuellen Betrachtung der italienischen Filmgeschichte ein. Denn Filmgeschichte ist ein lebendiger Teil des öffentlichen kulturellen Bewusstseins und lässt sich vor allem im Kino erleben!
Ausgehend vom Italienischen Neorealismus der 40er Jahre umfasst die Filmreihe ausgewählte Werke bis zum Höhepunkt der italienischen Filmgeschichte in den 60er Jahren.
Der Italienische Neorealismus kann stilgeschichtlich zweifelsohne als Beginn der klassischen Moderne des europäischen Kinos gelten, der mit seinen Anspruch vom authentischenPier Paolo Pasolini Erzählen die Diskussion um Realismus bis in die heutige Zeit beeinflusst hat. Die sich daran anschließende Entwicklung des italienischen Films vom realismusgeprägten Nachkriegskino zu einem von persönlicher Handschrift gekennzeichneten Film der 50/60er Jahre trägt den Keim des Autorenkinos in sich, der bis heute das künstlerische Selbstverständnis europäischer Regisseure prägt. Die Zeit der 40-60er Jahre bietet daher aus filmhistorischer Sicht zum einen die Wiederbegegnung mit einer historisch sehr einflussreichen Formensprache des italienischen Kinos, als auch mit ästhetischen Wertmaßstäben, an denen sich die europäische Kinokultur bis in die heutige Zeit messen lassen muss. Der historische Rückblick verbindet sich auf diese Weise mit aktuellen Fragestellungen, die aus der heutigen Filmdebatte bekannt sind. Zudem lädt die Filmreihe zu einer Reise durch die verschiedenen Regionen Italiens ein. Die Filmauswahl führt die Zuschauer quer durch Italien, von Süd nach Nord. DIE ERDE BEBT (LA TERRA TREMA) von Luchino Visconti erzählt im dokumentarischen Gestus des beginnenden Neorealismus vom Leben sizilianischer Fischer in Aci Trezza, einem Küstenort unweit Catanias. Auf die Liparischen Inseln führt der Film DIE MIT DER LIEBE SPIELEN (L'AVVENTURA) von Michelangelo Antonioni. Zudem begegnet der Zuschauer mit der Suche nach der vermissten Hauptperson Städten wie Palermo, Messina und Taormina. MAMMA ROMA von Pier Paolo Pasolini ist ein soziales Drama aus den 'Borgate' (Vororten) der Hauptstadt Italiens. Südlich von Rom, in den ländlichen Gebieten der Ciociara ist die Literaturverfilmung UND DENNOCH LEBEN SIE (LA CIOCIARA) nach Alberto Moravias gleichnamigen Roman angesiedelt. Federico Fellinis autobiografisch angelegte Komödie DIE MÜSSIGGÄNGER (I VITTELLONI) beschreibt das provinzielle Dasein von fünf Freunden, die in Pesaro an der adriatischen Küste, ihr Leben vergeuden. Etwas nördlicher, in der Flussebene des Po in der Emilia-Romagna, entfaltet sich Luchino Viscontis dramatische Liebesgeschichte OSSESSIONE...VON LIEBE BESESSEN. Mit der Familientragödie von ROCCO UND SEINE BRÜDER geht es in den industrialisierten Norden Italien, nach Mailand in der Lombardei. Natürlich dürfen auch die Stars des italienischen Kinos nicht fehlen. Die kraftvolle und raue Anna Magnani (MAMMA ROMA, BELLISSIMA), die kühle und empfindsame Monica Vitti (DIE MIT DER LIEBE SPIELEN / L'AVVENTURA), die sinnliche Claudia Cardinale (UNTER GLATTER HAUT / UN MALEDETTO IMBROGLIO) und die glamouröse Sophia Loren (UND DENNOCH LEBEN SIE / LA CIOCIARA) und der wehleidige und komische Alberto Sordi (DIE MÜSSIGGÄNGER / I VITTELLONI).
Eine Ausstellung im Foyer der Brotfabrik mit italienischen Originalfilmplakaten, die es in Bonn bisher noch nie zu sehen gab, begleitet die Filmreihe und lädt zu einem spannenden Besuch ein.
am 11. April 2006, 19.00 Uhr!
Italien1962 - Regie: Pier Paolo Pasolini - mit Anna Magnani, Ettore Garafolo, Franco Citti, Silvana Corsini, Laiendarsteller - OmeU - 105 min - "Die Geschichte einer Prostituierten, die nur für das bürgerliche Glück ihres Sohnes lebt, ihn zuletzt aber für immer verliert. Das bewegende Sozialdrama wird durch die kunstvoll-karge Form zu einer exemplarischen menschlichen Tragödie überhöht. Herausragend ist dabei neben der Leistung der Hauptdarstellerin vor allem die Balance zwischen direkter Sinnlichkeit und strengem Formwillen sowie die kühne, aber gelungene Einbindung christlicher Ikonografie in die Filmsprache." (Lexikon des internationalen Films) - restaurierte Kopie von MEDIASET - CINEMA FOREVER
Dienstag, 11. April 2006, 19.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
Italien 1960 - Regie: Vittorio De Sica - Buch: Cesare Zavattini und Vittorio De Sica nach dem Roman 'La Ciociara' von Alberto Moravia - mit Sophia Loren, Raf Vallone, Jean-Paul Belmondo, Eleonora Brown, Renato Salvatori - 100 min - OmeU - "1943 flüchtet eine lebenslustige Witwe mit ihrer Tochter aus Rom in ein Dorf in den Bergen und erlebt dort eine Romanze mit einem jungen Lehrer. Aber auch das ärmliche Dorf wird nicht vom Krieg verschont: Der Lehrer wird von deutschen Truppen ermordet, Mutter und Tochter kehren nach Rom zurück und erleben dort die Schrecken der letzten Kriegshandlungen. Ein Melodram, das zwischen Neorealismus und Starfilm schwankt. Trotz Zugeständnissen an die Konventionen des Starkinos ist das Thema der durch den Krieg leidenden Menschen eindrucksvoll und überzeugend dargestellt." (Lexikon des internationalen Films) - MEDIASET - CINEMA FOREVER hat den Film LA CIOCIARA gemeinsam mit dem Centro Sperimentale di Cinematografia und in Kooperation mit Surf Film restauriert
Mittwoch, 12. April 2006, 19.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
Italien 1948 - Regie: Luchino Visconti, nach dem Roman 'I Malavoglia' von Giovanni Verga - mit Laiendarstellern - 163 min - OmU - "Ein sizilianischer Fischer, der sich nicht mehr länger von den Großhändlern ausbeuten lassen will, versucht, sich selbständig zu machen. Nachdem sein Boot bei einem Sturm zerstört wurde, kommt er in große finanzielle Schwierigkeiten: Der Kampf des Einzelnen erweist sich als sinnloses Unternehmen, der Fischer reißt sich und seine Familie ins Unheil. Viscontis Meisterwerk ist ein sozial engagiertes und menschlich packendes Hauptwerk des Neorealismus." (Lexikon des internationalen Films)
Freitag, 14. April 2006, 18.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
Italien1959 - Regie: Pietro Germi - mit Pietro Germi, Claudia Cardinale, Eleonora Rossi-Drago, Claudio Gora, Saro Urzi, Franco Fabrizi - OmeU - 111 min - "Bei der Aufklärung zweier Verbrechen, Mord und Diebstahl, entdeckt ein römischer Kommissar unter bürgerlicher Oberfläche ein Labyrinth von Schwäche und Schlechtigkeit." (Lexikon des internationalen Films) Der Film war einer der erfolgreichsten Kriminalfilme - ital.: poliziesco - in der italienischen Filmgeschichte. Er begründete das Genre des sogenannten 'giallo' - eines italienischen Subgenre des Kriminalfilms, bei dem der Zuschauer mit der Aufklärung des Verbrechens in den gesellschaftlichen Mikrokosmos sozialer Randschichten eintaucht. Zynismus und visueller Einfallsreichtum prägen den Erzählstil dieses besonderen Genres. - restaurierte Kopie von MEDIASET - CINEMA FOREVER
Samstag, 15. April 2006, 19.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
I/F 1960 - Regie: - Luchino Visconti - mit Alain Delon, Claudia Cardinale, Annie Giradot, Renato Salvatori, Katina Paxinou - 183 min - OmeU - "Eine Witwe folgt mit ihrer Familie dem ältesten Sohn von Sizilien in die Industriestadt Mailand, wo sie bessere Lebensbedingungen erwartet. Doch die Begegnungen mit der modernen italienischen Gesellschaft führt zum Zerfall der Gemeinschaft. Die fünf Brüder gehen unterschiedliche Wege, einer von ihnen wird zum Gewalttäter und treibt auch den idealistischen ältesten Bruder in den Untergang. Ein ausdrucksstarkes, tragisch überhöhtes Sozialdrama, angesiedelt zwischen dem Neorealismus von Viscontis Frühwerken und der ausladenden Epik seiner späteren Familienporträts." (Lexikon des internationalen Films)
Sonntag, 16. April 2006, 17.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
Italien 19 50 - Regie: Roberto Rossellini - Buch Roberto Rossellini und Federico Fellini - mit Aldo Fabrizi, Arabella Lemaître, Bruder Nazario Gerardi, Pater Roberto Sorrentino, Bruder Nazareno, Brüder von Baronissi, Mönche des Klosters Maiori, Peparuolo - OmeU - 75 min - "FRANZISKUS, DER GAUKLER GOTTES, Rossellinis Film über Franz von Assisi (1182-1226), den Gründer des Franziskanerordens, wirkt auf den, der ihn zum erstenmal sieht, wie ein Film von einem anderen Planeten. Auch heute noch. (...) Was Rossellinis Franziskus-Film so außergewöhnlich macht, ist die absolute Einfachheit, mit der er erzählt wird. Elf Geschichten, werden hintereinander gestellt: alltägliche Begebenheiten; und wenn einmal etwas Besonderes passiert, dann zeigt Rossellini dies beiläufig: Es geschieht weit weg, im Hintergrund des Bildes. Die Person Francescos steht, obwohl der Titel das nahe legt, nicht im Vordergrund des Films. (...) Nicht nur das Thema, sondern auch der Stil ist: franziskanisch. (Rudolf Thome, in: Roberto Rossellini. Reihe Film, Carl Hanser Verlag München und Wien, 1987) - restaurierte Kopie von MEDIASET - CINEMA FOREVER
Montag, 17. April 2006, 17.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
I 1942 - Regie: Luchino Visconti - Buch: Mario Alicata, Alberto Moravia, Antonio Pietrangeli, Gianni Puccini, Giuseppe De Santis und Luchino Visonti nach dem Roman 'The postman allways rings twice' von James M. Cain - mit Massimo Girotti, Clara Calamai, Elio Marcuzzo - 140 - OmU - "Giovanna und ihr wesentlich älterer Mann bewirtschaften im Po-Delta eine kleine Trattoria mit einer Tankstelle. Eines Tages engagiert der Mann den Landstreicher Gino als Mechaniker. Gino und Giovanna verlieben sich und beschließen, Giovannas Mann zu ermorden... " (Reclams Filmführer)
"Es sind weniger die Handlungen der Personen, in denen sich die entscheidenden Ereignisse vorbereiten, als hundert Details in ihren Lebensumständen und den Begleiterscheinungen ihrer Beziehungen. Sie sind von Visconti in einer Fülle zusammengetragen worden, die seinen Film zu einem Meisterwerk realistischer Erzählkunst - jenseits aller Gattungen - erhebt. In jeder Einstellung ist ein solcher Reichtum an authentischen Details zusammengerafft, dass die Leinwand förmlich den Geruch der Wirklichkeit selbst auszustrahlen schein." (E. P., in: Filmkritik Nr. 9/1959)
Dienstag, 18. April 2006, Vortrag: 19.00 Uhr - Filmbeginn: 20.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
Italien/Frankreich 1960 - Regie: Michelangelo Antonioni - mit Monica Vitti, Gabriele Ferzetti, Lea Massari, Dominique Blanchar, James Addams, Renzo Ricci - 140 min - OmeU - "Bei einem Inselausflug verschwindet die jugendliche Geliebte eines Architekten, worauf die Freundin des Mädchens dem leichtlebigen Mann verfällt, ohne dass es den beiden gelingt eine tragfähige Lebensbindung zu finden. Trotz kolportagehafter Handlung ein ernsthafter, in Spiel und Darstellung hervorragender Film, der Antonionis tiefen Pessimismus spiegelt. Der Originalfilm schrumpfte im Kino der Bundesrepublik auf 102 Minuten zusammen." (Lexikon des internationalen Films) - MEDIASET - CINEMA FOREVER hat den Film L'AVVENTURA gemeinsam mit dem Centro Sperimentale di Cinematografia und in Kooperation mit Compass Film und Sociétè Cinematographique Lyre restauriert
Mittwoch, 19. April 2006, 19.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
Italien 1951 - Regie: Luchino Visconti - Buch: Suso Cecchi d'Amico, Francesco Rosi und L. Visconti nach einer Idee von Cesare Zavattini - mit Anna Magnani, Walter Chiari, Tina Apicella, Gastone Rebzelli - 111 min - OmU - "Eine ehrgeizige Mutter, die ihr unbegabtes Kind als Filmstar gefeiert sehen möchte, erkennt die Torheit solcher Wunschvorstellungen, nachdem sie sich und die Tochter zum Gespött von Cinecittà gemacht hat. Zwischen Drama und Satire angesiedelt, verbindet der in der Hauptrolle hervorragend gespielte Film seine humane Aussage mit entlarvender Kritik am Filmbetrieb." (Lexikon des internationalen Films)
Freitag, 21. April 2006, 19.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
Italien 1962 Regie: Bernardo Bertolucci - Buch: B. Bertolucci und Sergio Citti, nach einem Treatment von Pier Paolo Pasolini - mit Francesco Ruiu, Nino De Rosa, Vincenzo Ciccora, Alvaro D'Ercole, Emy Rocci, Erina Troielli, Lorenza Benedetti - OmeU - 100 min - "Der Mord an einer Prostituierten im Trastevere-Milieu Roms als Anlaß, die Schicksale junger Menschen der untersten Gesellschaftsschicht Italiens zu beschreiben. In Milieuzeichnung und Gossendialekt ist das Erstlingswerk (Bernardo Bertoluccis) von Pasolini beeinflusst, doch das Dichterische und vornehmlich Lyrische ist so stark und eigenwillig ausgeprägt, dass ein faszinierender Ton in die triste Geschichte einfließt." (Lexikon des internationalen Films) - restaurierte Kopie von MEDIASET - CINEMA FOREVER
Sonntag, 23. April 2006, 17.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung
Italien 1953 - Regie: Federico Fellini - mit Alberto Sordi, Franco Interlenghi, Franco Fabrizi, Leopoldo Trieste, Lida Barova, Claude Farell, Richardo Fellini - 103 min - OmeU - "Fünf herumbummelnde Nichtstuer in einer italienischen Kleinstadt verschwatzen die Tage und schlagen sich die Nächte um die Ohren. Auf ihre Weise leisten sie damit passiven Widerstand in einer erstarrten kleinbürgerlichen Welt. Die von Fellinis eigenen Jugenderinnerungen geprägte Kleinstadtsatire ist eine meisterliche Studie voller subtiler Gags, die den italienischen Neorealismus um eine neue Dimension bereichert. Der menschliche Alltag und der Leerlauf im Leben der 'fünf großen Kälber' (Vitelloni) wird poetisch, melancholisch, tragikomisch, zuweilen auch satirisch, stets aber liebevoll ironisiert und entlarvt. (Lexikon des internationalen Films) - restaurierte Kopie von MEDIASET - CINEMA FOREVER
Dienstag, 25. April 2006, 19.00 Uhr im Kino in der Brotfabrik, Bonn - Online-Reservierung